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Informationen über Cima Nodice (ehemals auch bekannt als Cima di Lè)

Luftaufnahme der Cima Nodice (859 m) in Blickrichtung Nordwesten. Hinter dem Berg befindet sich das Valle di Ledro.

Allgemeine Informationen

Die Cima Nodice, auch unter dem Namen Cima di Lé bekannt, ist ein markanter Gipfel, der sich oberhalb des malerischen Dorfes Pregasina im Trentino erhebt. Der Berg, mit einer Höhe von etwa 859 Metern, bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke auf den Gardasee und die umgebenden Gebirgsketten, sondern auch eine spannende Mischung aus Naturerlebnis und historischer Bedeutung. Der Gipfel hat eine besonders wichtige Rolle in der Geschichte des Ersten Weltkriegs gespielt, als er ein strategischer Punkt in den Auseinandersetzungen zwischen der italienischen und der österreichisch-ungarischen Armee war.

Lage

Die Cima Nodice befindet sich im Ledrotal (Valle di Ledro) und ist von Pregasina aus gut erreichbar. Pregasina ist ein kleines, aber charmantes Bergdorf, das zur Gemeinde Riva del Garda gehört und sich an der südlichen Grenze des Trentinos befindet. Der Gipfel der Cima Nodice bietet eine beeindruckende Sicht auf den Gardasee, das benachbarte Ledrotal sowie auf die entfernteren Berggipfel der Brentadolomiten (Dolomiti di Brenta). Von Pregasina aus ist der Gipfel durch verschiedene Wanderwege erreichbar, wobei der bekannteste und meist begangene Weg die Route über die „Scala Santa“ ist – eine historische Treppe, die direkt zum Gipfel führt. Aber auch aus Biacesa di Ledro im Ledrotal gibt es eine Aufstiegsmöglichkeit durch den steilen Bergwald.

Aufstieg über die Scala Santa zum Gipfel.
Auch ehemalige Befestigungsanlagen sind neben dem Weg zu finden.

Historische Bedeutung – Cima Nodice während des Ersten Weltkriegs

Die ersten militärischen Befestigungen auf der Cima Nodice stammen aus der Zeit der Doppelmonarchie, denn vor der italienischen Kriegserklärung am 23. Mai 1915 gehörte das Gebiet zu Österreich-Ungarn. Unter der Leitung des österreichischen Kommandanten Nodice wurde der Bergrücken, bestehend aus Cima della Nara, Cima al Bal und Cima Nodice, befestigt. Im Oktober 1915 wurden das Dorf Pregasina sowie die Stellungen auf der Cima Nodice von den italienischen Einheiten eingenommen. Von nun an wurden sogar Seilbahnen gebaut, um die Berggipfel besser erschließen zu können. Das Baumaterial für die Schützengräben und Stellungen wurde kurzerhand aus den Häusern des Dorfes gewonnen.

Die Soldaten der italienischen Armee besetzten das Gipfelplateau mit den darauf errichteten Schützengräben und Kavernen, weil sie von dort aus die Cima Capi und die Cima Rocca auf der anderen Seite des Ledrotals sehen konnten. Dort befanden sich die feindlichen Stellungen der österreichisch-ungarischen Armee, die auch eine gute Sicht auf die Straßen im Tal und auch auf den See mit der Ponalestraße (Strada del Ponale) hatte. Am Ende des Krieges kehrten die Einwohner von Pregasina in ihre Heimat zurück, fanden aber ihren Ort fast vollständig zerstört und geplündert vor.

Weitere Mauerreste aus dem Ersten Weltkrieg.
In einem Mauerwerk ist das Jahr 1918 eingeritzt.
Denkmal für die gefallenen Soldaten.
Zahlreiche Schützengräben durchziehen den Gipfel der Cima Nodice.

Wie kam der Berg zu seinem Namen?

Ursprünglich war der Berg nicht unter dem Namen „Cima Nodice“ bekannt, sondern unter dem Titel „Cima di Lè“. Seinen heutigen Namen erhielt er vom offiziellen Namen des österreichischen Kommandanten „Nodice“, der während des Ersten Weltkriegs die Arbeiten zur Befestigung des Gipfels leitete.

Lage auf der Karte